847 wird erstmals eine Kapelle urkundlich erwähnt, die der heiligen Justina geweiht ist. Von ihrem Namen ist der Ortsnamen "Güsten" abgeleitet.
859 gibt Lothar II. Kirche und Dorf Sankt Justinae dem Vasallen Otbert, und im Jahr 870 kommt der Ort an die Abtei Prüm.
1171 wird Justinae/Güsten vom Prümer Abt Rotbert dem Liebfrauenstift zu Prüm eingemeindet, bei dem es bis zur Aufhebung der Abtei verbleibt. Heute ist Güsten nach der Eingemeindung von 1972 ein Stadtteil von Jülich mit 1.112 Einwohnern (Stand 31.12.2022/Stadt Jülich)
Bei Ausgrabungen am Güstener Sandweg im Jahr 2022 haben Archäologen eine Siedlung aus der Eisenzeit entdeckt, d.h. schon vor 3000 oder 4000 Jahren haben Menschen in Holzhütten auf Güstener Gebiet gelebt.
Links: Das Wappen von Güsten: Über einem Lamm mit Kreuzfahne stehen drei Heilige, links Philippus mit Kreuzstab, rechts Jakobus der Jüngere mit Keule und in der Mitte Justina mit dem Schwert, von dem sie ins Herz getroffen wurde.
Film Güsten - Kirche und DorfDie Kirche - um 1400 erbaut - ist eine dreischiffige, gotische Pfeilerbasilika aus Backstein und Tuff. Das Langhaus ist zweigeschossig, die Seitenschiffe sind eingeschossig. Die Seitenschiffe haben eine Pultdachabdeckung, das Langhaus ein eternit-verschiefertes Satteldach mit Dachluken. Der Turm wurde 1952/53 nach Plänen des Düsseldorfer Architekten Justinus Bendermacher vom Rheydter Architekten W. J. Oidtmann neu errichtet, nachdem er am 25.02.1945 zum Ende des 2.Weltkriegs gesprengt worden war.
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