Die Kirche St. Philippus und Jakobus in Güsten ist eine dreischiffige, gotische Pfeilerbasilika aus Backstein und Tuff, erbaut um 1400, mit einem vorgesetzten Westturm und einem Ostchor mit 3/8- Abschluß aus Bruchstein und Backstein.
Das Langhaus ist zweigeschossig, die Seitenschiffe sind eingeschossig und haben je vier einfache gotische Spitzbogenfenster. Zwischen den Fenstern befinden sich Strebepfeiler. Das Fensterbankgesims ist im Ostchor um die Strebepfeiler herumgeführt.
Die Nordsakristei wurde in der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts, die Südsakristei im 19. Jahrhundert angebaut.
Die Seitenschiffe haben Pultdachabdeckung. Das Langhaus hat ein verschiefertes Satteldach mit Dachluken.
Die Nordsakristei ist zweigeschossig mit einem Satteldach, besitzt einen Eingang mit einem überkrönten Fenster und an der hinteren Außenfassade das Wappen des Güsterner Pastors "Palthasar Gumpatz" (gestorben 1640) mit der Datierung 1633.
Die Südsakristei ist eingeschossig, besitzt ein Satteldach mit Kreuzrippengewölbe und ein Spitzbogenfenster.
Langhaus und Seitenschiffe haben je vier Joche mit Kreuzrippengewölbe. Die Rippen werden von Konsolen mit fein gearbeitetem Laubwerk getragen. Der Ostchor im 3/8-Abschluss mit Spitzbogenfenstern hat ebenfalls ein Kreuzrippengewölbe. Unter den Fenstern sind gotische Nischen.
Die Eingäge zu den beiden Sakristeien sind mit Sandsteingewände, links Datierung auf der Tür, rechts Datierung im Sandstein, umfasst.
Der dreigeschossige Turm aus Backstein und Sandstein wurde 1952/53 nach der Sprengung des Kirchturms am Ende des 2. Weltkriegs unter der Leitung des Rheydter Architekten W. J. Oidtmann nach Plänen des Düsseldorfer Architekten Justinus Bendermacher errichtet und erhielt wie sein Vorgänger eine achtseitige Haube. Das Erdgeschoss besitzt ein Sterngewölbe, eine moderne Außentür mit Sandsteintürrahmung und Gesims und zum Mittelschiff ein schmiedeeisernes Gitter aus dem 19. Jahrhundert.

















Inschrift: HKA 1592


Inschrift: Anno domini 1908




