Der Altar in St. Philippus und Jakobus ist ein Passionsaltar und stammt aus dem Jahr 1520. Er zählt zu den sogenannten Antwerpener Retabeln, spezielle Flügelaltäre, die besonders im ersten Drittel des 16. Jahrhunderts in Antwerpener Werkstätten hergestellt wurden.
Die Antwerpener Altäre des frühen 16. Jahrhunderts sind eine Besonderheit in der europäischen Kunstgeschichte. Sie waren von Portugal bis ins Baltikum verbreitet.
Im Jülicher Raum sind heute noch 13 Altäre vorhanden
Die detailreichen schnitzerischen Ausarbeiten erzählen über die 9 Gefache die Passionsgeschichte Christi. So wurden den Gläubigen, von denen im 16. Jahrhundert ein Großteil weder lesen noch schreiben konnte, zentrale biblische Inhalte ezählt.